Schülervertretung in Sachsen

Der Stadtschülerschaftsrat Chemnitz

Die unterste Ebene, auf der die gesamte Schülervertretung, ist, wie sollte es anders sein, die Schülerschaft Sachsens. Dies ist den Schülervertretern jederzeit bewusst: sie arbeiten nicht für sich selbst, sondern widmen Ihre Zeit den Schülern, die sie im Vertrauen gewählt haben, die Schule zu verbessern.

Die Schülerschaft ist in Klassen aufgeteilt. Jede Klasse wählt einen Klassensprecher und einen Stellvertretenden Klassensprecher. Alle Klassensprecher versammeln sich dann im Schülerrat (auch Schulschülerrat genannt) um einen Schülersprecher und einen Stellvertreter aus den Reihen der Schülerschaft zu wählen.

Der Schülersprecher und Stellvertreter, sowie zwei weitere gewählte Schüler, die mindestens in der siebten Klasse sein müssen, sind außerdem Mitglieder der Schulkonferenz: „[…] Aufgabe der Schulkonferenz ist es, das Zusammenwirken von Schulleitung, Schulträger, Lehrern, Eltern und Schülern zu fördern, gemeinsame Angelegenheiten des Lebens an der Schule zu beraten und dazu Vorschläge zu unterbreiten. […]“ (§ 43 Absatz 1 des Sächsischen Schulgesetzes, https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/4192)

Die Schülersprecher sind durch ihre Wahl Mitglieder des Stadtschülerschaftsrates (SSR) bzw. des Kreisschülerrates (KSR). In Ihren Aufgaben unterscheiden sich der Stadt- und der Kreisschülerrat nicht. Ein Kreisschülerrat besteht aus allen Schülersprechern eines Landkreises (oder auch kurz Kreis) und ein Stadtschülerrat aus allen Schülersprechern einer Stadt. Der SSR bzw. KSR wählt einen Vorstand, der aus einem Vorsitzenden, einem Stellvertretenden Vorsitzenden, Landesdelegierten und Beisitzern besteht. Der Vorstand übernimmt dann sozusagen das Tagesgeschäft des SSR. Wenn sich alle Schülersprecher der Stadt versammeln, dann nennt man dies eine Vollversammlung (VV). Diese finden mehrmals im Jahr statt, jedoch finden viel häufiger Vorstandssitzungen (VoSi) statt. Oftmals wöchentlich oder aller zwei Wochen trifft sich der Vorstand um Aufgaben zu verteilen, zu diskutieren und zu planen. Üblicherweise hat der Vorstand auch Arbeitskreise bzw. Kommittees, damit nicht jedes mal der gesamte Vorstand zusammentreten muss, wenn etwas erledigt wird.

Die Landesdelegierten (LaDe) eines SSR bzw. KSR, vier an der Zahl, fahren zu den Landesdelegiertenkonferenzen (LDK), welche vom Landesschülerrat Sachsen organisiert werden. Hauptinhalt dieser LDKs ist es, über die offizielle Meinung des LSR zu diskutieren und darüber abzustimmen. Der LSR, genau so wie der SSR/KSR oder der Schulschülerrat, sind keine gesetzgebenden Organe. Sie haben eine Meinung und natürlich auch viele Rechte, aber viel mehr auch nicht. Hauptaufgabe des LSR ist es, gegenüber großen Medien, Poltikern auf Landesebene und großen Organisationen in Kontakt zu stehen und die Meinung die die LaDes auf den LDKs beschlossen haben, zu vertreten und argumentativ zu begründen. Auch der LSR hat einen Vorstand, der sich wie der Vorstand im SSR, um das Tagesgeschäfts kümmert und zu Beginn der Legislaturperiode gewählt wird, welche für LaDes zwei Jahre beträgt.

Der LSR wählt auch Bundesdelegierte, welche für ihre Arbeit hauptsächlich im Zug sitzen und in Bundesdeutschland umherreisen. Der Sitz der Bundesschülerkonferenz (BSK) befindet sich seit 2013 in Dresden, jedoch steht die BSK unter massiver Umstrukturierung. Noch nicht alle Bundesländer haben Vertreter in der BSK, was sich natürlich ändern soll.

Wenn du dich mehr für Schülervertretung auf Stadtebene, Landesebene und Bundesebene als wir in diesem Artikel geboten haben, dann empfehlen wir dir dich beim LSR Sachsen schlauzumachen: https://lsr-sachsen.de/infopool/. Gesetztestexte zu durchstörbern klingt zwar nicht nach sonderlich viel Spaß, aber sie bieten korrekte Informationen aus erster Hand. Besonders wenn es um deine Rechte und Pflichten geht kannst du dich auf den Gesetzestext verlassen: www.revosax.sachsen.de (besonders interessant sind für dich die Schülermitwirkungsverordnung [SMVO] und das Schulgesetz [SchulG])

Quellen